• Lehrauftrag
Medien- und Kommunikationsinformatik
Bachelor
3
4
34
30
Deutsch
Nein
Nein
Ja
Nein

Die Veranstaltung „Informatik 3“ ist die letzte Veranstaltung des Studienplans, bei der das „Programmieren im Kleinen“ im Vordergrund steht, während die Veranstaltungen Softwaretechnik 1 und 2 das „Programmieren im Großen“ behandeln. Erstes Ziel dieser Veranstaltung ist es zuerst, ein tiefergehendes Verständnis der Methoden der prozeduralen und objektorientieren Programmierung zu vermitteln. Außerdem werden alternative Programmierparadigmen, wie die deklarative, funktionale und aspekt-orientierte Programmierung mit Cross-Cutting Concerns vorgestellt. Um zu zeigen, dass die Konzepte der Programmierung nicht mit einer einzigen Programmiersprache verbunden sind, werden in „Informatik 3“ nun verschiedene andere Sprachen (Eiffel, C/C++, C#, Python) vorgestellt, welche die bereits bekannten Konzepte ebenso umsetzen. Während die Sprache C# die Studierenden durch ihre Nähe zu Java abholt, wird unter Zuhilfenahme der Sprache C ein tieferes Verständnis für hardwarenahe Programmierung vermittelt. Dies dient der Vorbereitung auf die Veranstaltungen „Computergrafik“ sowie IT-Sicherheit, da „Informatik 3“bereits auf grundsätzliche Probleme wie Buffer-Overflows und auf Pointer-Probleme eingeht.
Einige bereits bekannte Themen, wie das Konzept der Rekursion,der Nebenläufigkeitund der funktionalen Programmierungwerden in „Informatik 3“ vertieft und weiter formalisiert. Dies geschieht bei der Rekursion durch die Vorstellung der verschiedenen Rekursionsarten und bei der Nebenläufigkeit durch die Einführung der Konzepte der Semaphore und Monitore als Vorbereitung zur Veranstaltung „Betriebssysteme“.Bei der funktionalen Programmierung wird vor allem auf das Lambda-Kalkül als mächtiges Werkzeug eingegangen. Darüber hinaus wird auf formaler Ebene der allgemeine Aufbau von Programmiersprachen und deren Repräsentation in EBNF-Notation vorgestellt.Während die Sprache C# die Studierenden mit bekannten Konzepten durch ihre Nähe zu Java abholt, wird unter Zuhilfenahme der Sprache C/C++ ein tieferes Verständnis für hardwarenahe Programmierung vermittelt, da auf grundsätzliche Probleme wie Buffer-Overflows und auf Pointer eingegangen wird. Die Sprachen Eiffel und Python stehen für Programmiersprachen, die moderne Konzepte wie Spezifikation durch Vertrag bereits seit Jahrzehnten als native Programmierparadigmen unterstützen (Eiffel) oder trotz Skriptsprachen-Charakters nicht mehr aus realen, missionskritischen Softwaresystemen wegzudenken sind (Python).Die in der Vorlesung kennen gelernten Methoden werden im begleitenden Praktikum „Informatik 3“ zeitnah und praxisnah durch die Verwendung der verschiedenen Sprachen angewendet.

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Informatik

Hochschule Reutlingen, Hochschule für Technik- Wirtschaft-Informatik-Design